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Ein Pottwal vor den Azoren

Potwal: Häufig auf den Azoren anzutreffen

Potwal: Häufig auf den Azoren anzutreffen

Der atlantische Ozean steckt voller Leben. Das an sich ist soweit nichts Neues. Wie viel Leben sich im Atlantik tummelt, das erschließt sich den Besuchern der Azoren. Besonders in der Region um die Azoreninseln Pico, Faial und São Jorge ist die Dichte der vorbeiziehenden Fischschwärme und Schulen von Meeressäugern besonders hoch. Zahlreiche Delfinarten, darunter Fleckdelfine, gemeine Delfine, Rundkopfdelfine sowie großen Tümmler lassen sich in großen Schulen beobachten.

Pottwal – ein Tieftauch-Rekordjäger

Besonders aufregend sind die Sichtungen von Walen. Die Azoren sind bekannt für die großen Vorkommen der größten Zahnwale der Erde: Dem Pottwal. Der große Pottwal ist oft in großen Herden anzutreffen. Meist handelt es sich dabei um weibliche Tiere, die mit ihren Jungtieren im Schutz der Gemeinschaft auf Jagd nach Riesenkalmaren gehen, die sie in großen Tiefen erbeuten. Dabei tauchen die Tiere bis zu eine Stunden lange, ohne weitere Luft aufnehmen zu müssen. Sie erreichen bei einem Tauchgang eine Tiefe von 2000 bis 2500 Meter – eine beachtliche Leistung, wenn man dabei die Druckverhältnisse in der Tiefe beachtet.

Die älteren Bullen sind Einzelgänger, die nur zu den Paarungszeiten mit den Pottwalkühen zusammentreffen.

Adulte Pottwalbullen sind Einzelgänger

Wer die Azoren bereist, kann die Fülle des ozeanischen Leben hautnah erleben: Wo noch bis in die 80er Jahre des 20. Jahrhunderts Jagd auf den Pottwal gemacht wurde, siedeln sich mehr und mehr Whalewatching-Anbieter an, die Halbtagestouren auf dem atlantischen Ozean anbieten. Von stark motorisierten Schlauchbooten aus können seefeste Gäste die großen Pottwale aus respektvoller Distanz beobachten.

Ins Wasser darf man mit den Tieren normalerweise nicht. Hierzu bedarf es einer behördlichen Sondergenehmigung, denn die Wale stehen unter strengem Schutz. Generell bleibt das Privileg, mit Pottwalen und auch anderen Walen schnorcheln zu dürfen, Presseleuten und Wissenschaftlern vorbehalten. Diese durchlaufen ein Genehmigungsverfahren und müssen eine entsprechende Gebühr entrichten.

Bei Delfinen sieht es anders aus: Speziell angebotene Touren erlauben es den Gästen, mit den Meeressäugern im Wasser auf Tuchfühlung zu gehen.

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