Holstentor Lübeck

Holstentor in Lübeck

Holstentor in Lübeck

Lübecks Wahrzeichen, das weit über die Stadtmauern hinweg bekannt und berühmteste Sehenswürdigkeit der alten Hansestadt ist, begrenzt den westlichen Teil der Altstadt Lübecks.
Einst war es zentrales Durchgangstor, durch das man die alte Befestigungsmauer durchschreiten konnte.: Lübeck war früher eine der wohlhabendsten Hansestädte. Das weckte entsprechend Begehrlichkeiten bei Feinden von außen, sodass sich die Stadt genötigt sah, starke Befestigungsanlagen zu bauen, um gegen Überfälle abgesichert zu sein.
Bis zu 30 Kanonen standen auf den Befestigungsmauern, von denen aber nie ein Schuß abgegeben werden musste.

Holstentor: Spätmittelalterliche Backsteingotik

Gebaut wurde es im 15. Jahrhundert in der Zeit zwischen 1464 und 1478 als repräsentatives Beispiel spätmittelalterlicher Gotik. Charakteristisches Merkmal ist die Bauweise aus rotem Backstein, die dem Holstentor heute noch sein typisches Erscheinungsbild gibt.

Aufgrund des morastigen Untergrundes sank der Südturm des Tors nach und nach ab. Zwar hatte man bereits seit Beginn des Baus versucht, das Gebäude gegen das Absinken zu schützen.
Eine aufwändige Pfahlkonstruktion sollte dies bewerkstelligen. Allerdings wurde der schwere Mittelbau zwischen den beiden Türmen nicht mit den Konstruktion versehen. Erst gegen 1934 konnte das stetige Absinken bei erneuten Restaurierungsarbeiten endgültig verhindert werden.

Im Zeitalter der industriellen Revolution stieg der Bedarf an industriellen Produktionsflächen enorm an. Dies führte dazu, dass große Teile der Befestigungsanlagen abgerissen wurden.
So wäre auch das berühmte Wahrzeichen Lübecks fast dem Industrialisierungswahn zum Opfer gefallen.

Nachdem sich die Bürgerschaft mit nur einer Stimme Mehrheit gegen den Abriss des damals bereits zur Ruine verfallenen Tores entschieden hatte, wurde das Tor in der Zeit von 1863 bis 1871 restauriert.

Seit den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts befindet sich im Holstentor ein Museum, das die Ausstellung „Die Macht des Handels“ zeigt.
Die Geschichte der Hansemetropole Lübeck ist einer der Themenschwerpunkte der Ausstellung.

Das Holstentor prangte früher auf dem 50 DM-Schein und geht heute noch in Form der rückseitigen Prägung der Deutschen 2 Euro-Münze durch viele Hände.

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