Critters beim Muckdiving

Sonderling: Kieferfisch

Sonderling: Kieferfisch

„What zum Teufel…?“ – Sind wir wieder in den frühen 80ern des letzten Jahrhunderts angekommen, bei Critters, Gremlins und Co.?

Keineswegs… Muckdiving: Eine der zahlreichen Facetten des Tauchens – und dabei geht es um absonderliche Lebewesen, die den Taucher in ihren Bann ziehen. Ähnlich wie die kleinen Monster von der Leinwand, den Critters, versetzen die Absonderheiten der Unterwasserwelt in zahlreichen Regionen der Erde ihre Entdecker zwar nicht in Angst und Schrecken aber doch in sprachloses Erstaunen.

Zwischen Schlick und Abfall nach interessanten Meeresbewohnern stöbern? Fischen im Trüben? Da, wo andere nicht mal die Zehen ins Wasser strecken?
Genau dort spielt sich oftmals das ab, was einen Muck Dive oftmals ausmacht. Es sind gerade diese unwirtlichen Plätze, an denen sich wahre Schätze der Natur verborgen halten.

Bootsanlegestellen, an denen oftmals Müll gedankenlos entsorgt wird, aber auch schlammige Sandbänke, bei denen normalerweise kein Mensch einen Gedanken an einen aufregenden Tauchgang verschwenden würde, sind Tauchgründe, die einige Überraschungen zu bieten haben. Im Zivilisationsmüll finden entsprechende Lebewesen tatsächlich genügend Lebensraum, ja vielleicht sogar Nahrung, um sie dauerhaft dort sesshaft werden zu lassen.

Besonders der Indopazifische Raum bietet zahlreiche dieser speziellen Tauchspots, die auf den ersten Blick wenig einladend wirken, unter Wasser aber echtes Jagdfieber auslösen. Besonders die Philippinen als auch zahlreichen Gebiete in Indonesien – die berühmte Lembeh Strait rangiert unter den Top Tauchgebieten für Muck Diving weit vorne – zählen zu den Regionen mit den vielversprechendsten Tauchgründen für Muckdiving.

Wer sich nicht von seinen Vorurteilen leiten lässt, erlebt unter Wasser wahre Wunder der Natur: Skurrile Kleinstlebewesen wie Schnecken aller Art tummeln sich oftmals in Scharen an alten Hafenmolen. Zuhauf trifft man auf echte Raritäten – mit etwas Glück sogar auf Lebewesen, die noch nicht entdeckt wurden. Kleine Sepien, sonderbare Krustentiere wie Fangschreckenkrebse und Gespentergarnelen oder auch verschiedene Arten von Schlangenaalen sind nur einige der zahlreichen Tiere, die sich in vermeintlich lebensfeindlichen Arealen tummeln.

Völlig schräg, was sich da teilweise entdecken lässt – aber umso faszinierender.

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