Die Breitachklamm

breitachklamm2Im Kleinwalsertal nahe der zu Oberstdorf gehörenden Ortschaft Tiefenbach bahnt sich eines der schönsten Naturschauspiele des Allgäus seinen Weg durch die schroffe Felslandschaft: Die Breitachklamm.Gegen Ende der letzten Eiszeit – der sogenannten Würmzeit, fraßen sich die Wassermassen der abschmelzenden Gletscher durch den harten Felsstein und schufen so den Lauf der Breitach.
Die Breitach bildete so im Laufe der Zeit ein einzigartiges Naturwunder in Form dieser speziellen engen Gebirgsschlucht mit ihren charakteristischen steilen Überhängen und der darunter dahinrauschenden Breitach.

An einigen Stellen staut sich das kleine Flüsschen an, stürzt über kleinere Wasserfälle hinab, nimmt dann wieder als schmaler Gebirgsbach Fahrt auf, um später in hohem Tempo durch die zerklüftete Schlucht dahin zu schießen.

Eine der tiefsten Felsschluchten

Die Breitachklamm zählt zu den tiefsten Felsenschluchten in Europa, was deren Bekanntheitsgrad erheblich gesteigert hat.

Somit ist es durchaus nachvollziehbar, dass die zwischen Oberstdorf und dem Kleinwalsertal gelegene Naturattraktion jährlich hunderttausende Besucher in ihren Bann zieht.

Die charakteristischen Überhänge der Breitachklamm: Im Winter besonders schön.

Die charakteristischen Überhänge der Breitachklamm: Im Winter besonders schön.

Erschließung der Breitachklamm

Die Entdeckung der Breitachklamm ist der Legende nach einem Zufall zu verdanken: Ein Oberstdorfer Förster schoss nahe der unzugänglichsten Stelle einen Hirsch. Das unglückliche Tier stürzte in die tiefe Schlucht hinab, was den Förster keine Ruhe finden ließ.
Der aus Tiefenbach stammende Alpinist Seraphim Schöll erwies sich als mutig und beherzt genug, das Wagnis anzugehen und nach fast 3 Stunden tauchten Schöll und seine Bergsteigerkameraden aus der steilen Schlucht wieder auf – den geschossenen Hirsch im Schlepptau.

Für die Erschließung des Naturschauspiels zeigte sich ein anderer Tiefenbacher Kletter verantwortlich: Pfarrer Johannes Schiebel, seines Zeichens auch begeisterter Bergkletterer, wollte das imposante Wunderwerk der Natur den Menschen zugänglich machen.

Die Breitachklamm: Blickrichtung Tiefenbach

Die Breitachklamm: Blickrichtung Tiefenbach

Mit viel Überzeugungsarbeit fand der umtriebige Gottesmann genügend Helfer und Geldgeber, um das eigensinnige Projekt umsetzen zu können.
Im Juli 1905, knapp 1 Jahr nach der ersten Sprengung, wurde die Breitach offiziell eingeweiht.

Tipp: Wer die Breitachklamm durchwandern möchte, dem empfiehlt sich der Weg vom Parkplatz in Tiefenbach aus. Man wandert dann aufwärts in der Klamm und erreicht nach dem Ende den Parkplatz im Kleinwalsertal.

Weitere Informationen unter www.breitachklamm.de

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